Kann oder darf man Vorgesetzte loben?

Für die meisten Arbeitnehmer dürfte sich diese Frage überhaupt nicht stellen.

Aber warum eigentlich nicht?

Ich höre schon die "Schleimer, Schleimer" Rufe und "Der will sich doch nur einschmeicheln" und was es alles noch so an Killerphrasen gibt.

Aber mal im Ernst, warum sollen wir Vorgesetzte nicht loben?

Auch Führungskräfte brauchen Anerkennung für ihre Arbeit. Sie bekommen sie auch nicht immer von "oben", also von ihren Vorgesetzten.

Ganz im Gegenteil, je höher wir in den Führungsetagen nach oben klettern, je geringer wird die Aussicht auf adäquate Anerkennung für die geleistete Arbeit, ganz so als wäre die Höhe des Gehalts oder der Bezüge eher ein Schmerzensgeld als eine Bezahlung für geleistete Arbeit.

Dabei ist es in jeder Position wichtig, dass Leistung, die Wertschätzung erfährt, weil der Stelleninhaber dadurch motiviert wird seine Leistung zu verbessern.

Aber können denn "Untergebene" ihre Vorgesetzten wirklich loben?

Ja, weil die Leistung einer Führungskraft wesentlich die Zufriedenheit und die Motivation seiner Mitarbeiter bestimmt.
Also, wenn Sie mit Ihrer/Ihrem Vorgesetzten zufrieden sind und finden, dass sie/er Anerkennung für seine Führungstätigkeit erhalten sollte, dann tun Sie es einfach.

Sie können es auch hier tun!

"Net g'schimpft ist g'lobt genug" ...

... wird als Haltung den Schwaben zugeschrieben.
Wer sich allerdings als Führungskraft daran hält, lässt eine der wichtigsten Grundlagen für Mitarbeitermotivation außer Acht.

Menschen brauchen Anerkennung für ihr Tun, für ihren Einsatz und für ihre Leistung. Wenn Lob und Wertschätzung ausbleiben, flüchten Mitarbeiter früher oder später in die "innere Kündigung", ein Zustand der Lähmung in dem zwar die notwendige Arbeit noch erledigt wird, aber der keine innovativen Gedanken und kaum noch Engagement hervorbringt.

Lob und Wertschätzung für die geleistete Arbeit wird in vielen Umfragen von Mitarbeitern als wichtiger empfunden als Gehaltserhöhungen oder sonstige Belohnungen.

Dadurch, dass Sie Mitarbeiter Ihrer Abteilung oder die Mitglieder Ihres Teams anerkennen, stärken Sie den Teamgeist, zeigen Wertschätzung für die Person und zeigen, dass Sie als Führungskraft die individuelle Leistung sehen und zu schätzen wissen.

Hier haben Sie die Gelegenheit, Ihr Lob und die Wertschätzung für Ihre Mitarbeiter auch öffentlich kundzutun. Sie können dabei den Datenschutz und die Persönlichkeitsrechte wahren.